Hier beginnt der Blog „auf der Suche nach den glücklichen Dänen“ 2015

Mein Neffe Moritz, zehn Jahre alt, hat ein Werbevideo über meinen „Auf der Suche nach den glücklichen Dänen“-Blog erstellt, keine Minute lang, aber wieviel Energie er hineinsteckte, zusammen mit seinem 15-jährigem Cousin Anton, der schon allerlei Erfahrungen als Radiosprecher sammeln konnte – ich war sowas von beeindruckt.

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Moritz und Anton

Wer mal sehen will, was ein Zehnjähriger sich ausgedacht hat:

Werbevideo „Glückliche Dänen“

Mein Abschieds-Däne

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Was für ein netter Abschied von den „glücklichen Dänen“! Ich begegnete Dennis Kildegaard, einem jungen Lehrer, der in drei Tagen seinen ersten Unterricht in Sonderborg geben wird und vorher noch mal seine Eltern auf Fünen besucht hatte. Die Fähre, mit der er gerade auf dem Festland angekommen war, hatte etwas Verspätung gehabt, und sein Bus war gerade abgefahren. So stand er trampend an der Straße und gab mir, die ich ihn mitnahm, die Gelegenheit, auf dem Weg Richtung Heimat noch einmal mit einem Dänen zu sprechen. Einem so gut gelaunten Dänen!

Was er zu sagen hatte entsprach dem, was mir fast alle Dänen antworteten auf die Frage, warum man sie für das glücklichste Volk der Welt hält: „Es wird wohl in erster Linie unser Sozialsystem sein“, meinte er. „Bei uns muss niemand Angst vor der Zukunft haben. Das macht gelassen.“ Er gab zu, dass die Dänen längst nicht so offen und aufgeschlossen seien wie Menschen aus südlicher gelegenen Ländern. „So ohne Weiteres reden wir nicht mit Fremden“, sagte er, und ich lachte, weil wir uns doch die ganze Zeit höchst lebhaft unterhielten.

„Wir sind schon insgesamt glücklich, ja. Das Wetter ist oft so schlecht, da müssen wir sowieso von Innen heraus glücklich sein“, fügte er noch hinzu. O, es war wirklich ein sehr kalter dänischer Sommer, der kälteste seit 19 Jahren, wie ich hörte. Aber die Dänen kamen mir doch sehr warmherzig vor.

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Dies der Blick von der Fähre zurück zur Lieblingsinsel Aeroe.

 

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Und hier ein Blick ins Atelier meiner Schwester Franziska, die in Skovby Bildteppiche webt und mir eine Art Fremdenführerin und Dolmetscherin war – danke, liebe Schwester, bis zum nächsten Jahr auf Aeroe!