Speisekonkurrenz auf Aerö

Das Hot-Dog-Wettessen bei den „Aerö-Dog-Days“

Verdammt lang erscheinen diese original Langeländer Würstchen, jedenfalls dann, wenn man in kurzer Zeit möglichst viele davon verschlingen will. Dreizehn Stück in drei Minuten aufessen – das ist der unglaubliche Rekord beim diesjährigen Hot-Dog-Wettessen auf der dänischen Insel Aerö, in Aerösköbing. Der Künstler Jacob, mit dem schönen Nachnamen „Fuglsand“, hat diese „Speisekonkurrenz“ organisiert, im Rahmen der von ihm erfundenen „Hundstage“, der „Aerö Dog Days“.

Puh, ganz schön große Würstchen für Aerö-Kinder

„Hot-Dog-Essen das muss bei uns natürlich dazu gehören“, sagt Jacob Fuglsang. Außerdem Musik, Hundeausstellung und allerlei Kunstaktionen. Namensgeber des Festes sind nicht die Würstchen, sondern die traditionellen Hundepaare aus Porzellan, wie sie in so vielen Hausfenstern der früher für ihre Seefahrt berühmten Insel zu sehen sind. Die nicht ganz unkitschigen Hunde – fast immer Pudel – wurden im britischen Staffordshire hergestellt und gern von den Seeleuten mitgebracht.

Zwei hot Dogs

Allerlei Geschichten ranken sich um die Keramik-Hunde. Angeblich musste man sie den Prostituierten nach einem Besuch bei ihnen abkaufen, weil die Frauen für ihre eigentliche Dienstleistung kein Geld annehmen durften und auf diese Weise doch zu ihrem Recht kamen. Jacob erzählt außerdem, dass die beiden Pudel nur dann aus den Fenstern der seemanswohnungen schauten, wenn der seefahrende Ehemann in der weiten Welt unterwegs war. Kam er zurück nach Hause, wurden die Hunde umgedreht und blickten nun in die Wohnung. „Man sagt, dass die Liebhaber der Seemannsfrauen diese Botschaft sehr wohl verstanden“, meint er. Ob das beides so stimmt, ist ungewiss, aber Jacob jedenfalls sorgt bei den „Dog Days“ dafür, dass diese Legenden nicht vergessen werden.

Die dicken Dexter-Hot-Dogs verschlingen

Im letzten Jahr übrigens nahmen Flüchtlinge an dem Hot-Dog-Wettessen teil, Muslime, die vorrübergehend auf Aerö untergebracht waren. Damit sie unkompliziert mitmachen könnten, gab es nicht die Langeländer Schweinefleischwürstchen, sondern Würste aus dem Fleisch der Dexter-Rinder, die auf der Insel gezüchtet werden und als besonders wohlschmeckend gelten. Jakobs Vater hatte diese Idee aufgebracht. Er meint, dass man durch die Einladung zu einem gutem Essen Liebe ausdrückt. Und das sei gerade geflüchteten Menschen gegenüber sehr wichtig. Auf den Fotos sieht man, dass die Dexter-Rind-Würste sehr gut ankommen. Hier der Gewinner:

Der coole Gewinner

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