Angeln oder kaufen?

Sowas von leckerem Fisch!

Fisch gibt es nur sehr selten, wenn unsere ganze Familie zusammenkommt. Mein Vater hasst Fischgerichte, und zwei meiner Schwestern sind Vegetarier. Auf der Sommerferien-Insel Aerö aber wird eine Ausnahme gemacht. Der geräucherte Lachs aus dem kleinen Fischrestauranat im Hafen von Aerösköbing ist so umwerfend köstlich, so geschmackvoll fett, und toll gewürzt, dass wir mindestens einmal ein großes Räucherfisch-Gelage veranstalten (die Nicht-Fischesser werden dabei mit Ofengemüse abgespeist).

In der „Aerösköbing Rögeri“ gibt es sowas von köstlichem Räucherfisch

Wollte man frischen Fisch auf der Insel essen, muss man ihn sich selbst fangen – verkauft werden darf er aus lebensmittelrechtlichen Gründen nicht. Aerö ist beliebt als Angler-Insel. Überall in der „dänischen Südsee“ wimmelt es von Dorsch, Plattfischen und den großen Meeresforellen. Auf Aerö aber kann man besonders gut angeln, weil die Insel so schmal ist, nirgends mehr als sechs Kilometer breit. Will man die Angelstelle wechseln, etwa, weil es an einer Ecke zu windig wird, muss man nicht lange nach einem besseren Ort suchen.

Das ist der Blick, von wo aus wir oft Angler an die Küste kommen sehen

Die kleine Landspitze Urehoves, wo unser Haus steht, zieht Angler auch nachts ans Ufer, und wenn wir dann aus unseren Fenstern gucken, irrlichtern mit Kopf-Taschenlampen ausgestattete Gestalten an der Küste entlang. Einmal begegnete ich zwei Dänen, an deren Anglerplatz eine Drohne still in der Luft stand, bis einer der Angeler einen langen Blinker samt Angelschnur an ihr befestigte. Die Drohne wurde weit aufs Meer hinausgeschickt und klinkte schließlich in 150 Metern Entfernung den Blinker aus. Einserseits praktisch. Andererseits dauert es natürlich, bis man die Angelschnur wieder eingeholt hat.

 

Manchmal trifft man beim Strandspaziergang auf Fischjäger, die in Ufernähe tauchen, mit einer Harpune in den Händen, gekleidet in schwarze Neoprenanzüge. Sie bewegen sich so geräuschlos, dass sie selbst wie Raubfische wirken.

Von allen Fischen, die die Angler hier erwischen können, ist die Meeresforelle wohl der beliebteste. Sie gehört zu den Lachsfischen und ist immer da, auch weil man jährlich neue Jungfische aussetzt. Man bereitet sie, gern mit viel Knoblauch gewürzt, im Ofen, in der Pfanne oder auf dem Grill zu. In einem Angler-Forum fand ich den Tipp, sie direkt am Strand auf einem Bett aus Blasentang zu grillen. Hier der Link zur Seite – es sieht wirklich verführerisch aus. https://www.doctor-catch.com/de/fisch-zubereiten/forelle-grillen-rezept

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.